18.01.2017,  db

Neujahrsempfang 2017: Stadtverband

Rede der Vorsitzenden des Stadtverbandes

Sehr geehrte Damen und Herren,

Monika Springersehr geehrter Herr 1. Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner, lieber Torsten,
sehr geehrte Frau Ohligmacher, liebe Christa,
sehr geehrter Herr Mackert, lieber Gerhard,

liebe Freie Wähler,

ich möchte Sie ebenfalls ganz herzlich zu unserem Neujahrsempfang der Freien Wähler Weinheim begrüßen und Ihnen für dieses Neue Jahr alles erdenklich Gute, Gesundheit und Frieden wünschen.

Oberbürgermeister Heiner Bernhard entschuldigt sich, ebenso Landtagsabgeordneter Uli Sckerl, sie haben beide jeweils andere Termine.

Ein bewegtes Jahr 2016 ist zu Ende gegangen, was in 2017 vor uns liegt ist ungewiss. Es scheint, als wäre die Welt aus den Fugen geraten, die Anschläge in Paris auf Charlie Hebdo, in Nizza, der Krieg um Aleppo, am 19.12.16 kurz vor Weihnachten der Anschlag in Berlin.

Wir sind fassungslos, überall auf der Welt brennt es. Unter den furchtbaren Eindrücken in Aleppo wollten wir von Weinheim bleibt bunt am 21.12.16 eine Mahnwache halten, dann passiert der Anschlag in Berlin. Die Gedanken aus Weinheim sind nach Berlin und nach Aleppo gegangen. Zu den Familien, die einen Angehörigen verloren haben, zu den verletzten Personen in Berlin, und wir waren in Gedanken bei den Menschen in Aleppo.
Wir waren ein buntes Völkchen, das sich vor dem Brunnen hier vor dem Haus getroffen hat, Weinheimer und Geflüchtete, Menschen für die Weinheim eine zweite Heimat geworden ist.

Was uns dieses noch neue Jahr bringen wird, wir müssen es auf uns zukommen lassen. In der nächsten Woche wird Donald Trump zum Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ernannt. Ministerpräsident Erdogan in der Türkei bringt immer mehr Macht hinter sich, Putin spielt seine Spielchen, in Syrien ist alles auf den Kopf gestellt.

Unsere Demokratie ist dort in Gefahr, wo wir sie als selbstverständlich ansehen. Deshalb müssen wir unsere ganze Kraft, auch bei uns in den Kommunen, hier in Weinheim, daran setzen, dass die Demokratie von unten gelebt wird, dass wir jeden Tag aufs Neue dafür und daran arbeiten.

In den nächsten Tagen und Wochen diskutieren wir über den Haushalt 2017 der Stadt Weinheim, hier muss mit viel Fingerspitzengefühl erreicht werden, dass die Strukturen, die wir übernommen haben, in der Zukunft weitergeführt werden, dass wir mit der sich wandelnden Gesellschaft alte und neue Strukturen ergänzen.

Schauen wir, was wir in Weinheim und für Weinheim angehen können, die Weichen für den Wohnungsbau sind gestellt, die geplanten Häuser werden in diesem Jahr gebaut. Nun müssen wir die eigentliche Integration der anerkannten Flüchtlinge angehen. Dazu ist das allerwichtigste der Erwerb der Sprache, wer sich verständigen kann, knüpft Kontakte, findet Verbindendes, kann sich einbringen. Die Menschen müssen Arbeit finden, sie müssen arbeiten dürfen, es ist nicht gut, wenn sie ohne Struktur ihre Tage leben müssen.

Die Willkommenskultur, die hier in Weinheim in so hervorragender Weise von so vielen Bürgern mitgetragen wird, ist dabei eine wichtige Stütze. Weiterhin ist diese ehrenamtliche Mitarbeit so unendlich wichtig. Der Alltag hat so manche Hürde, und ich denke, dass hier im Saal etliche im vergangenen Jahr sich selbst über so manche Hürde aufgeregt haben. Aber Hindernisse sind dazu da, dass man sich darüber hinwegsetzt, dass man einen Weg findet, weiter zu kommen.

Auch in der Arbeit im Landesverband der Freien Wähler Baden-Württemberg begleitet uns die Integration. Die Themen: sozialer Wohnungsbau, Sprachförderung, Integration, Arbeit gestalten sich sicher von Kommune zu Kommune anders, aber alle Gemeinden/Städte leisten hier Besonderes.
Dies waren auch Themen, die wir bei den Parteien im letzten Frühjahr vor der Landtagswahl angefragt und in einem persönlichen Gespräch sondieren konnten. Das waren sehr interessante Gespräche, in denen wir natürlich bewusst heraus gestellt haben, wo uns hier unten in den Kommunen der Schuh drückt.
Nachdem die neue Landesregierung ihre Arbeit aufgenommen hat, haben wir wieder das Gespräch gesucht, und auf die Probleme an der Basis hingewiesen. In solch direkten Gesprächen ergeben sich auch immer mal wieder sehr interessante Denkanstöße, und ich glaube, dass wir gerade bei unserem Gespräch mit dem Innenminister Strobl Denkanstöße mit auf den Weg bringen konnten. Wen das genauer interessiert, kann mich zum einen ansprechen oder sich darüber auf der Homepage des Landesverbandes informieren.

Inzwischen ein wichtiges Thema ist die Vorbereitung der Kommunalwahl 2019. Denn damit wir in unseren Ortsverbänden, Stadtverbänden ein Konzept des Landesverbandes vorliegen haben, muss im Landesverband vorher auch alles vorbereitet sein. Wichtig dabei ist immer wieder, für was die Freien Wähler in Baden-Württemberg stehen, für ihre direkte Politik an der Basis, in den Kommunen, aber auch nur dort, parteilos, sachlich, bürgernah.

Und jetzt wieder zurück nach Weinheim,

Der Umzug in unser neues Büro hat sich als absoluter Glücksgriff erwiesen, inzwischen treffen wir uns dort regelmäßig zu kleineren Vorberatungen, Vorstandssitzungen, Besprechungen. Für die Fraktionssitzungen vor Gemeinderatssitzungen tagen  wir in der Gastronomie/in den Lokalen in der ganzen Stadt.

Nun komme ich zu einem schönen Brauch, im Rahmen unseres Neujahrsempfanges ehren wir gerne verdiente Mitglieder der Freien Wähler.

Ich möchte heute zwei langjährige Mitglieder in den Mittelpunkt meiner Rede stellen, es sind zwei Männer und sie haben für die Freien Wähler Weinheim über viele Jahre hinweg hervorragende Arbeit geleistet. Der eine mehr im Hintergrund, aber immer steht er uns dabei mit Rat und Tat zur Seite, der andere steht voll im Mittelpunkt, es sind Gerhard Mackert und Reinhold Peppel. Bitte kommen Sie beide hier vor zu mir.

Reinhold Peppel ist seit vielen Jahren ein sehr zuverlässiges Mitglied, er will nicht im Vordergrund stehen, aber wie selbstverständlich können wir uns auf seine Unterstützung immer verlassen. Wahldienst in der Weststadt, das ist sein Zuständigkeitsbereich, er  ist immer da, hält hier in der Weststadt die Stellung. Was nicht heißt, dass er uns in der Innenstadt alleine stehen lässt. Wo kann ich euch helfen, ihr müsst es nur sagen, danke Reinhold, du bist eine wunderbare Stütze.

Nun komme ich zu dir, lieber Gerhard, ich hoffe, wir waren so verschwiegen, dass du nichts von unserer geplanten Ehrung mitbekommen hast. Gerhard Mackert ist seit 25 Jahren Mitglied, aber dafür bekommst du diese Ehrung nicht, sondern für dein einzigartiges Engagement, mit dem du als unser Fraktionsvorsitzender für die Freien Wähler aktiv bist. Dein Fachwissen, gerade in technischen Fragen ist hervorragend, gleichzeitig hat Gerhard Mackert uns seit 1994 bis heute mit seiner Teilnahme an den Kommunalwahlen tatkräftig unterstützt.
Was wenige nur auf Anhieb schaffen, du, lieber Gerhard, hast es geschafft. Du bist gleich in deiner ersten Wahl im Jahr 1994 in den Gemeinderat der Stadt Weinheim gewählt worden. Schon damals bist du mit deinem technischen Fachwissen sofort in den ATU eingestiegen.
Im Jahr 2004, nach dem Ausscheiden von Hans Hohmann aus dem Gemeinderat wurdest du stellvertr. Fraktionsvorsitzender und nach dem Ausscheiden von Christa Ohligmacher 2011, wurdest du unser Fraktionsvorsitzender. 
Im Mai 2014 wurdest du mit 6795 Stimmen zum 5. Mal in den Gemeinderat gewählt, das waren 657 Stimmen mehr als in der Kommunalwahl 2009, damit haben die Bürger deinen Einsatz gewürdigt. Damit warst du unser absoluter Stimmenkönig.
Engagiert, aber auch emotional lebst du dieses Amt, nimmst alle Termine wahr, und vertrittst uns Freie Wähler. Durch dein Engagement, deinem immensen Fleiß und aufgrund deiner umfangreichen Kenntnisse konntest du wesentliche Entwicklungen in Weinheim mitgestalten. Du arbeitest mit im Gutachterausschuss, bist einer der  Stellvertreter des Oberbürgermeisters.
Seit 1991 bereicherst du auch den Vorstand der Freien Wählern Weinheim und hast dich mit deinem fundierten Wissen seit 1994 im Stadtentwicklungsausschuss der Freien Wähler eingebracht, wo du immer das gesamte Stadtgebiet im Auge hast.

Gerhard Mackert und Reinhold Peppel haben sich mit ihrem Wirken für das Allgemeinwohl, für unsere Heimatstadt Weinheim eingesetzt. Für diesen Einsatz gilt Euch beiden mein besonderer Dank, meine persönliche Hochachtung, der Dank aller Freien Wähler Weinheims.

Hiermit überreiche ich auch in meiner Funktion als geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Landesverbandes Dir, lieber Reinhold, die silberne Ehrennadel des Landesverbandes der Freien Wähler Baden-Württemberg mit einer Urkunde und auch ein Weinpräsent.

Dir, lieber Gerhard, überreiche ich die goldene Ehrennadel des Landesverbandes der Freien Wähler Baden-Württemberg mit einer Urkunde, das ist die höchste Auszeichnung, die wir vom Landesverband an Mitglieder in den Stadt- und Ortsverbänden verleihen und natürlich damit verbunden auch ein Weinpräsent.
In deinem Fall möchten wir uns auch bei deiner lieben Frau Ursel bedanken, sie steht dir immer in allen Lebenslagen zur Seite, und unterstützt dich mit deinem vollen Engagement.
Liebe Ursel, ein kleines Dankeschön in Form dieses wunderschönen Blumenstraußes.

Herzlichen Dank allen Beteiligten, allen die diesen Neujahrsempfang mit vorbereitet haben, allen voran Anette Roland und Wolfgang Schäfer, die maßgeblich für das Gelingen dieses Neujahrsempfanges stehen.

Ein herzliches Dankeschön an die Gruppe Ningi Nanga mit ihrem tollen Auftritt und Beiträgen, es war eine gelungene Bereicherung und Begleitung unseres Neujahrsempfanges.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Und nun bitte ich Sie alle, bei einem Gläschen Sekt, Häppchen und guten Gesprächen diesen Vormittag ausklingen zu lassen. Hier liegt auch noch ein Gästebuch, bitte tragen Sie sich ein.

Monika Springer
Vorsitzende des Stadtverbandes

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