09.01.2019,  db

Stellungnahmen zum Hauptausschuss am 9.1.2019

Stellenplanentwurf 2019

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, meine Damen und Herren,

gestern haben uns die Weinheimer Nachrichten mit einer Analyse des Stellenplans für 2019 überrascht, die man nicht besser hätte formulieren können. Chapeau!

Auch wenn wir aufgrund der vorhandenen 16 offenen unbesetzten Stellen prinzipiell Probleme mit der Freigabe weiterer 19 Stellen haben, verstehen wir die Notwendigkeit zur Personalverstärkung in der Verwaltung.

Aber aufgrund der Situation zum Amtsantritt unseres gewählten neuen OB spätestens zur Mitte des Jahres bitten wir mit der Stellenfreigabe und Neueinstellungen bis zum Amtsantritt von Herrn Just sehr restriktiv umzugehen, um ihm optimale Gestaltungsmöglichkeiten zu bereitzustellen.

In diesem Sinne sind die Fragen der Freien Wähler zu verstehen, die wir Herrn Neumann bereits vorab geschickt haben:

1.       In der Beschlussvorlage zum Stellenplanentwurf (Drucksache 001/19) wird die Ist-Besetzung der für 2018 freigegebenen Stellen nicht erwähnt.
Laut Stellenplan 2019 (Seite 446 im Haushaltsplan 2019) waren am 30.6.2018 nur 505,16 Stellen von 521,78 Stellen besetzt.
Dementsprechend waren damals 16,62 Stellen unbesetzt. Wie sieht dies heute aus?
In welchen Ämtern und für welche Arbeitsbereiche fehlt Personal, wieviel und seit wann?

2.       Wenn jetzt insgesamt 19,18 weitere Stellen beantragt werden, bedeutet dies, dass insgesamt 35 Stellen zu besetzten sind? Ist das in 2019 realisierbar, wenn ja bis wann?
Gibt es einen Plan bzw. eine Strategie wie die Personalbeschaffung erfolgen soll?

3.       Zur Beurteilung der Personalsituation und der Notwendigkeit, weiteres Personal einzustellen, bitten wir Sie außerdem, uns die Anzahl der zum 30.6.2018 bzw. zum 30.12.2018 angefallenen Überstunden  mitzuteilen.

4.       Im gestrigen Presseartikel zum Stellen- und Haushaltsplan der Weinheimer Nachrichten heißt es:
„Grund für viele zusätzliche Stellen waren in erster Linie Veränderungen bei der Kleinkindbetreuung, zuletzt auch bei der Flüchtlingsunterbringung.“
Können Sie uns Zahlen zur Personalentwicklung der letzten 10 Jahre in der Verwaltung (ohne Kleinkindbetreuung und Flüchtlingsunterbringung) sowie für die Personalentwicklung im Bereich Kleinkindbetreuung und Flüchtlingsunterbringung bzw. für Aufgaben, die uns als Kommune von Land und Bund übertragen wurden, angeben?

5.       Letztendlich würden wir es begrüßen, wenn wir bei einer Freigabe der angemeldeten Stellen die effektive Stellenbesetzung der jetzt neu beantragten Stellen aussetzen könnten, bis der gewählte Oberbürgermeister sein Amt antritt und uns seine Sicht der Personalsituation erläutert hat.
Wie beurteilen Sie diese Möglichkeit? Lässt sich das erreichen?

Wenn dies möglich ist, stimmen die Freien Wähler dem Stellenplanentwurf zu.

Dr. K. Ditzen
Freie Wähler Weinheim

 

 

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